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Hausrat

Hausratversicherung für Studenten: Günstig und sinnvoll absichern

Brhan Jabri15. April 20269 min Lesezeit
Student in seiner ersten eigenen Wohnung prüft Unterlagen zur Hausratversicherung

Student in seiner ersten eigenen Wohnung prüft Unterlagen zur Hausratversicherung

Hausratversicherung für Studenten: Günstig und sinnvoll absichern

Eine Hausratversicherung für Studenten ist kein Luxus – sie ist für viele Studierende eine der sinnvollsten Absicherungen überhaupt. Wer das erste Mal in eine eigene Wohnung zieht, ob in Aachen, Düren oder einer anderen Stadt in NRW, bringt Laptop, Fahrrad, Möbel und Elektronik mit. All das kann durch Einbruch, Feuer oder Wasserschaden innerhalb weniger Stunden verloren gehen. Dieser Artikel erklärt, was eine Hausratversicherung leistet, was sie kostet, wann sie sich lohnt und worauf Studierende beim Abschluss unbedingt achten sollten.

Was leistet eine Hausratversicherung – und was nicht?

Die Hausratversicherung schützt das bewegliche Eigentum in der Wohnung. Gemeint sind alle Gegenstände, die sich im Haushalt befinden und die man theoretisch einpacken und mitnehmen könnte: Kleidung, Möbel, Elektrogeräte, Sportausrüstung, Musikinstrumente und vieles mehr. Der Versicherungsschutz greift, wenn diese Gegenstände durch bestimmte Schadenereignisse beschädigt oder zerstört werden.

Welche Schäden sind standardmäßig versichert?

Die meisten Hausratversicherungen decken folgende Gefahren ab:

  • Einbruchdiebstahl: Wenn jemand gewaltsam in die Wohnung eindringt und Gegenstände entwendet
  • Feuer und Brandschäden: Zum Beispiel durch einen vergessenen Herd oder ein defektes Elektrogerät
  • Leitungswasser: Rohrbrüche oder auslaufende Waschmaschinen können erhebliche Schäden verursachen
  • Sturm und Hagel: Schäden, die durch Unwetter entstehen (ab Windstärke 8)
  • Blitzschlag und Überspannung: Schäden an elektronischen Geräten durch Blitzeinschlag
  • Explosion: Zum Beispiel durch Gasdruckwellen

Nicht versichert sind in der Standardpolice hingegen Schäden durch einfachen Diebstahl (ohne Einbruch), grobe Fahrlässigkeit in manchen älteren Tarifen sowie Glasbruch – letzterer lässt sich aber häufig als Zusatzbaustein einschließen.

Was versteht man unter dem Versicherungswert?

Entscheidend bei der Hausratversicherung ist der sogenannte Neuwert. Das bedeutet: Im Schadensfall ersetzt die Versicherung nicht den Zeitwert (also den aktuellen Marktwert eines gebrauchten Gegenstandes), sondern den Betrag, den man heute aufwenden müsste, um den gleichen oder gleichwertigen Gegenstand neu zu kaufen. Das ist besonders für Studierende wichtig, die möglicherweise gebrauchte, aber teure Geräte besitzen – der Ersatz erfolgt trotzdem zum Neupreis.

Lohnt sich eine Hausratversicherung für Studenten überhaupt?

Diese Frage stellen sich viele Studierende – und sie ist berechtigt. Wer wenig Geld hat und sich fragt, ob eine monatliche Prämie wirklich notwendig ist, sollte zunächst den eigenen Hausrat realistisch bewerten. Viele unterschätzen dabei den tatsächlichen Gesamtwert ihrer Gegenstände erheblich.

Wie viel ist der Hausrat eines Studenten wirklich wert?

Ein realistisches Beispiel: Ein Studierender zieht in eine 30-Quadratmeter-Wohnung in Aachen und bringt Folgendes mit:

GegenstandUngefährer Neuwert
Laptop (z. B. MacBook oder ThinkPad)1.200 – 2.000 €
Smartphone500 – 1.200 €
Fahrrad oder E-Bike500 – 2.500 €
Möbel (Bett, Schreibtisch, Regal)800 – 2.000 €
Kleidung und Schuhe1.000 – 2.500 €
Bücher, Lernmaterial, Drucker300 – 800 €
Küchengeräte und Haushaltswaren300 – 700 €
Gesamtwert (geschätzt)4.600 – 11.700 €

Ein Einbruch oder ein Wohnungsbrand könnte also schnell Schäden im vierstelligen Bereich verursachen – Kosten, die für die meisten Studierenden ohne Versicherung kaum zu stemmen wären. Vor diesem Hintergrund ist eine Hausratversicherung auch bei kleinem Budget eine sinnvolle Ausgabe.

Was kostet eine Hausratversicherung für Studenten?

Die gute Nachricht: Eine Hausratversicherung für eine kleine Studentenwohnung ist vergleichsweise günstig. Die Prämie hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Wohnfläche, der Standort, der Versicherungsumfang und der gewählte Anbieter.

Als grobe Orientierung gilt folgende Faustregel: Für eine 30-Quadratmeter-Wohnung zahlen Studenten oft zwischen 3 und 8 Euro pro Monat, also 36 bis 96 Euro im Jahr. In Städten mit erhöhtem Einbruchsrisiko – das Bundeskriminalamt veröffentlicht jährlich regionale Kriminalstatistiken – kann die Prämie etwas höher ausfallen.

WohnflächeDeckungssumme (ca.)Jahresbeitrag (ca.)
bis 30 m²15.000 – 25.000 €36 – 72 €
31 – 50 m²25.000 – 40.000 €60 – 120 €
51 – 70 m²40.000 – 60.000 €90 – 160 €

Manche Versicherer bieten spezielle Studenten- oder Einsteigertarife an, die auf kleine Wohnungen zugeschnitten sind und besonders günstig einsteigen. Wichtig ist dabei, nicht ausschließlich auf den Preis zu schauen, sondern auch die Leistungsinhalte zu vergleichen.

Selbstbeteiligung: Sinnvoll oder nicht?

Viele Tarife erlauben es, eine Selbstbeteiligung (auch Selbstbehalt genannt) zu vereinbaren – zum Beispiel 150 oder 250 Euro pro Schadensfall. Im Gegenzug sinkt die jährliche Prämie. Für Studierende kann das eine gute Option sein: Kleinschäden lassen sich selbst tragen, und im wirklich schlimmen Fall – Totalverlust durch Feuer oder großflächiger Wasserschaden – ist man trotzdem abgesichert. Ein Selbstbehalt von 150 Euro kann die Prämie um 10 bis 20 Prozent senken.

Hausratversicherung in der WG: Was gilt es zu beachten?

Viele Studenten wohnen nicht allein, sondern in einer Wohngemeinschaft. Das hat für die Hausratversicherung besondere Implikationen, die häufig missverstanden werden.

Mitversicherung in der elterlichen Police

Wer noch bei seinen Eltern gemeldet ist oder im Rahmen des Studiums zum ersten Mal auszieht, kann unter Umständen noch über die Hausratversicherung der Eltern mitversichert sein. Viele Policen enthalten eine Außenversicherung, die Hausrat an vorübergehenden Aufenthaltsorten – also auch in einem Studentenzimmer – bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme mitversichert. Typisch sind 10 bis 20 Prozent der Gesamtversicherungssumme, maximal jedoch für 90 Tage oder für die Dauer des Studiums (je nach Tarif).

Studierende in NRW sollten diese Möglichkeit unbedingt prüfen, bevor sie eine eigene Police abschließen. Allerdings gilt: Wer dauerhaft in einer eigenen Wohnung lebt – egal ob in Düren, Aachen oder einer anderen Stadt – ist in der Regel nicht mehr automatisch über die Eltern mitversichert. Dann braucht es eine eigene Police.

Eigene Police für die WG

In einer Wohngemeinschaft kann entweder jeder Mitbewohner eine eigene Versicherung für seinen Bereich abschließen, oder es gibt eine gemeinsame Police, die den gesamten Hausrat der Wohnung absichert. Die gemeinsame Lösung ist administrativ einfacher, birgt aber Risiken: Bei einem Auszug muss die Police angepasst werden, und Streitigkeiten über Ansprüche können entstehen. Juristisch relevant ist dabei § 81 VVG (Versicherungsvertragsgesetz), der die Obliegenheiten bei der Schadensmeldung regelt. Im Zweifelsfall ist eine individuelle Police pro Person die sicherere Wahl.

Zusatzbausteine: Was kann sich für Studenten lohnen?

Neben der Standardabdeckung bieten viele Versicherer optionale Erweiterungen an. Nicht alle sind für Studierende gleich relevant, aber einige verdienen besondere Aufmerksamkeit.

  • Fahrraddiebstahl: Besonders in Universitätsstädten wie Aachen sind Fahrräder ein beliebtes Diebstahlsziel. Der Baustein Fahrradklausel schützt auch beim Diebstahl außerhalb der Wohnung – allerdings oft nur tagsüber und gegen Aufpreis.
  • Glasbruch: Schäden an Fensterscheiben, Cerankochfeldern oder Spiegeln sind in der Standardpolice nicht enthalten, lassen sich aber hinzubuchen.
  • Grobe Fahrlässigkeit: Moderne Tarife verzichten häufig auf die Anrechnung grober Fahrlässigkeit, ältere nicht. Wer den Herd anlässt und dadurch einen Brand verursacht, ist mit diesem Baustein besser geschützt.
  • Elementarschäden: Schäden durch Überschwemmung, Starkregen oder Rückstau sind nicht in der Standardpolice enthalten. Angesichts der zunehmenden Unwetterereignisse in NRW kann sich dieser Baustein lohnen – er ist jedoch nicht in jedem Tarif erhältlich und erhöht die Prämie spürbar.
  • Hausrat im Keller oder Dachboden: Wenn Gegenstände in gemeinschaftlich genutzten Räumen gelagert werden, sollte geprüft werden, ob diese mitversichert sind.

Häufige Fragen zur Hausratversicherung für Studenten

Bin ich als Student noch über meine Eltern mitversichert?

Das hängt vom konkreten Tarif der elterlichen Police ab. Viele Hausratversicherungen schließen eine sogenannte Außenversicherung ein, die vorübergehende Aufenthaltsorte – wie ein Studentenzimmer am Studienort – bis zu einem festgelegten Prozentsatz der Versicherungssumme mitabdeckt. Typischerweise gilt das für 10 bis 20 Prozent der Summe, und oft nur für die Dauer des Studiums oder bis zu einem bestimmten Lebensalter. Wer aber dauerhaft in einer eigenen Wohnung lebt und dort seinen Lebensmittelpunkt hat, ist meistens nicht mehr automatisch mitversichert. Es empfiehlt sich, die Eltern zu fragen und die Police gemeinsam mit einem Berater zu prüfen.

Was ist, wenn ich in eine WG ziehe – brauche ich eine eigene Versicherung?

Ja, in den meisten Fällen schon. Wenn Sie dauerhaft in einer WG leben, ist Ihr persönliches Eigentum in der Regel nicht durch die Versicherung eines Mitbewohners oder Ihrer Eltern gedeckt. Sie können entweder eine eigene Police nur für Ihren Anteil am Hausrat abschließen oder gemeinsam mit den Mitbewohnern eine WG-Police vereinbaren, die den gesamten Hausrat der Wohnung absichert. Bei der gemeinsamen Lösung ist Transparenz wichtig: Was gehört wem, und was passiert bei einem Auszug?

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Als grobe Orientierung empfiehlt die Versicherungsbranche eine Deckungssumme von mindestens 650 bis 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Für eine 30-Quadratmeter-Wohnung wären das also etwa 20.000 bis 30.000 Euro. Viele moderne Tarife bieten eine Unterversicherungsverzichtsklausel: Der Versicherer verzichtet darauf, im Schadensfall eine anteilige Kürzung wegen Unterversicherung geltend zu machen, solange der vereinbarte Quadratmeterrichtwert eingehalten wird. Das ist besonders für Berufseinsteiger und Studenten eine hilfreiche Absicherung.

Sind mein Laptop und mein Smartphone mitversichert?

Laptop und Smartphone gehören grundsätzlich zum versicherten Hausrat und sind damit bei Einbruchdiebstahl, Feuer oder Leitungswasser geschützt. Allerdings gilt: Einfacher Diebstahl – also wenn jemand den Laptop im Café oder in der Bibliothek klaut – ist nicht durch die Standard-Hausratversicherung abgedeckt. Hierfür gibt es separate Bausteine oder eigenständige Versicherungen. Bei sehr hochwertigen Geräten empfiehlt es sich zudem, diese explizit in der Police zu benennen, damit es im Schadensfall keine Diskussionen über den Wert gibt. Im Zweifel Kaufbelege aufbewahren oder den Wert fotografisch dokumentieren.

Kann ich die Hausratversicherung von der Steuer absetzen?

Leider nein – die Hausratversicherung gilt als private Sachversicherung und ist in Deutschland grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn ein Arbeitszimmer in der Wohnung steuerlich anerkannt wird; in diesem Fall kann ein anteiliger Betrag der Hausratversicherung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Für die meisten Studierenden trifft das jedoch nicht zu.

Wenn Sie unsicher sind, welche Versicherungen sich in Ihrer konkreten Situation lohnen, welche Bausteine wirklich sinnvoll sind und wie Sie unnötige Kosten vermeiden, dann sprechen Sie am besten direkt mit einem Experten. Brhan Jabri und sein Team bei Jabri Versicherung in Düren und Aachen beraten Sie auf Deutsch, Arabisch, Türkisch und Englisch – transparent und ohne Verkaufsdruck. Jetzt kostenlos beraten lassen und die passende Absicherung für Ihre Studentenwohnung finden.

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Brhan Jabri

Versicherungsvertreter · Aachen

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